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Jenseits des Krieges

( Österreich 1996, 117 min / Deutsch / Untertitel: Englisch )

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Weißgekachelte Räume, Neonlicht, an den Wänden Schwarzweiß-Fotografien der vieldiskutierten Ausstellung „Vernichtungskrieg“ über die Verbrechen der Wehrmacht an der Ostfront. Vor diesem Hintergrund drehte Ruth Beckermann eine Anhörung ehemaliger Soldaten über ihre Erlebnisse jenseits des „normalen“ Krieges. Ohne den Ausstellungsraum zu verlassen, ist Beckermann einen Monat lang in der Alpenmilchzentrale, um zu beobachten, zu befragen. Ein kompromissloser Film über Erinnerung und Vergessen, der die Zerstörung des Mythos von der Anständigkeit der Wehrmacht vorangetrieben hat.

PRESSE

Jenseits des Krieges ist kein Film über die Wehrmachtsausstellung, sondern ein Porträt der Kriegsgeneration, ein Film über die Reste des Krieges in den Kriegsteilnehmern. In diesen alten, in Frieden gealterten Gesichtern und in dem, was diese Menschen erzählen, steckt heute noch ebenso viel Krieg wie in den historischen Fotos im Hintergrund.

(Eva Menasse, profil)

Jenseits des Krieges ist kein Film über die Wehrmachtsausstellung, sondern ein Porträt der Kriegsgeneration, ein Film über die Reste des Krieges in den Kriegsteilnehmern. In diesen alten, in Frieden gealterten Gesichtern und in dem, was diese Menschen erzählen, steckt heute noch ebenso viel Krieg wie in den historischen Fotos im Hintergrund.

(Eva Menasse, profil)

Zwei beklemmende Stunden über Hitlers Kriegsveteranen: zwei Stunden über Feigheit, Schwäche, Ignoranz, über Mitläufer und unbelehrbare Täter, zwei Stunden über eine verschwindende Minderheit, die nicht nach blindwütigen Ausreden sucht, zwei Stunden über eine Generation, die vor sich selbst in eine kollektive Amnesie geflüchtet ist.

(Hubertus Czernin, 1996)

Jenseits des Krieges ist kein Film über die Wehrmachtsausstellung, sondern ein Porträt der Kriegsgeneration, ein Film über die Reste des Krieges in den Kriegsteilnehmern. In diesen alten, in Frieden gealterten Gesichtern und in dem, was diese Menschen erzählen, steckt heute noch ebenso viel Krieg wie in den historischen Fotos im Hintergrund.

(Eva Menasse, profil)

Zwei beklemmende Stunden über Hitlers Kriegsveteranen: zwei Stunden über Feigheit, Schwäche, Ignoranz, über Mitläufer und unbelehrbare Täter, zwei Stunden über eine verschwindende Minderheit, die nicht nach blindwütigen Ausreden sucht, zwei Stunden über eine Generation, die vor sich selbst in eine kollektive Amnesie geflüchtet ist.

(Hubertus Czernin, 1996)

Es ist zunächst und vordergründig ein Film über das Reden, buchstäblich ein Anschauungsunterricht über das Erzählen. Aber die noch viel zu wenig gewürdigte Pointe des Films ist: Er führt zu einer Neubewertung des Schweigens.

(Robert Menasse, 1998)

Jenseits des Krieges ist kein Film über die Wehrmachtsausstellung, sondern ein Porträt der Kriegsgeneration, ein Film über die Reste des Krieges in den Kriegsteilnehmern. In diesen alten, in Frieden gealterten Gesichtern und in dem, was diese Menschen erzählen, steckt heute noch ebenso viel Krieg wie in den historischen Fotos im Hintergrund.

(Eva Menasse, profil)

Zwei beklemmende Stunden über Hitlers Kriegsveteranen: zwei Stunden über Feigheit, Schwäche, Ignoranz, über Mitläufer und unbelehrbare Täter, zwei Stunden über eine verschwindende Minderheit, die nicht nach blindwütigen Ausreden sucht, zwei Stunden über eine Generation, die vor sich selbst in eine kollektive Amnesie geflüchtet ist.

(Hubertus Czernin, 1996)

Es ist zunächst und vordergründig ein Film über das Reden, buchstäblich ein Anschauungsunterricht über das Erzählen. Aber die noch viel zu wenig gewürdigte Pointe des Films ist: Er führt zu einer Neubewertung des Schweigens.

(Robert Menasse, 1998)


Vielleicht hätten jene, die jetzt in Beckermanns Film zu Wort kommen, auch schon früher erzählt, was sie gesehen und gehört haben. Aber wer hätte ihnen zugehört? Und wer will es heute hören?

(Bernhard Odehnal, Falter)

GASTKOMMENTARE

Jean Perret

Jenseits des Krieges ist ein Film mit Gesichtern und Stimmen in Nah- und Großaufnahme. Sie bilden spannende Landschaften, in denen versucht wird, die verschütteten Wahrheiten auszugraben, die Lügenstrategien, die Neurosen, die Erinnerungsbrüche wie auch die Verschleierung, die Verschiebung von Tatsachen in fiktive, beruhigende Überbleibsel. Der Duktus ist bezeichnend für dieses Schauspiel, die Wortwahl, die Verkettung der Sätze, die selten von Zögern noch von Wiederholung noch Zweifel geprägt sind.

In der Tiefe des Films ist genau dieser Zweifel der große Abwesende. Folglich musste für den Film die radikale Entscheidung getroffen werden, nichts von der eigentlichen Ausstellung zu zeigen. So sieht man verschwommene Schwarzweißfotografien und montierte Texte nur aus einiger Entfernung. Dieser unscharfe Nebenschauplatz ist überaus spannend, weil er in Form eines grauen Hintergrunds dennoch Teil der Anlage des Films ist.

Jacques Mandelbaum

Ruth Beckermanns Film dupliziert die Ausstellung nicht, er beginnt dort, wo sie endet: im Kommentar dazu. Sein Thema ist weniger die Geschichte als das Erinnern, weniger die Vergangenheit als die Gegenwart. (...) Die „schlechte“ Bildqualität, das Neonlicht, die langen, fixen Einstellungen auf die ehemaligen Soldaten, die ihre letzten Kräfte in eine Schlacht werfen, von der sie längst wissen, dass sie verloren ist, tragen nicht wenig zur frappierenden, beinahe experimentellen Dimension dieses Films bei.

Jenseits des Krieges

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Peter Roehsler
Kamera
©
Gertraud Luschützky
Montage
©

Buch und Regie Ruth Beckermann Kamera Peter Roehsler Montage Gertraud Luschützky MAZ-Schnitt Manfred Neuwirth Produktion Josef Aichholzer

Preise & Festivals

Viennale

Wien 1996 / Wiener Filmpreis

Berlinale Forum

Berlin 1997

Cinéma du Réel

Paris 1997 / Prix spécial du Jury

Visions du Réel

Nyon 1997

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Für mich war völlig klar, dass ich die Fotos in der Wehrmachtsausstellung nicht filme, weil das meinen Fokus auf die Erinnerung zerstört hätte. Es wäre eine Gegenüberstellung geworden zwischen historischen Fakten und Erinnerung, eine Gegenposition, wo du dich dann fragst: Okay, der sagt das, doch auf dem Foto seh' ich das Gegenteil.

Oft war es so, dass ich durch die Begegnung mit jemandem total überrascht war. Vermeintliche Nazis stellten sich als Widerständler raus und umgekehrt. Man ist voller positiver und negativer Vorurteile, wenn man an einen Menschen herantritt. Ich will die aber nicht bestätigt wissen, sondern überrascht werden. Wenn ich jemanden nur „abfrage“ und der mir die Antworten gibt, die ich eh schon vorher kannte, ist es platt. Für mich ist ein Gespräch eine erotische Geschichte, wo sich manchmal in wenigen Minuten etwas ergibt zwischen dir und dieser Person.

Manchmal wundere ich mich schon, was mir die Leute alles erzählen. Ich glaube, das hat auch damit zu tun, dass ich ehrlich an sie herangehe, dass sie nicht das Gefühl haben, da möchte sie jemand übers Ohr hauen. Das ist wie ein Schalter, den ich umlegen kann beim Drehen. Ich konzentriere mich ganz stark auf diesen Menschen und dann fallen mir Fragen ein, die ich mir nie vorher überlegt hätte: Ah, da ist vielleicht eine Unsicherheit – also fragst du jetzt das. Das ist total aufregend!

Ruth Beckermann

MEHR FILME

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