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Waldheims Walzer

( Österreich 2018, 93 min / Diverse / UNTERTITEL: Deutsch, Englisch )

Waldheims Walzer

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Ein Film über Lüge und Wahrheit. Über „alternative Fakten“. Über individuelles und kollektives Bewusstsein. Mehr als 30 Jahre nach der Wahl Kurt Waldheims zum österreichischen Bundespräsidenten 1986 analysiert Ruth Beckermann anhand eigener Bilder und einer Fülle an Archivmaterial diesen Wendepunkt der österreichischen Nachkriegsgeschichte, als die Lebenslüge von der eigenen Opferrolle während des Nationalsozialismus in sich zusammenbrach. Ein Lehrstück über die Schaffung von Feindbildern und den medial ausgetragenen Kampf, die Deutungshoheit über die Fakten zu erlangen.

PRESSE

Nicht ohne Humor entfaltet Beckermann eine mitreißende Geschichtsstunde. Das Bemühen um faktische Neutralität erzittert im Angesicht offensichtlicher Lügen. Der Film legt eine schamvolle Geschichte Österreichs offen und zeigt uns eine tief klaffende Wunde, die noch lange nicht verheilt ist.

(Patrick HolzapfeL, Jugend ohne Film)

Nicht ohne Humor entfaltet Beckermann eine mitreißende Geschichtsstunde. Das Bemühen um faktische Neutralität erzittert im Angesicht offensichtlicher Lügen. Der Film legt eine schamvolle Geschichte Österreichs offen und zeigt uns eine tief klaffende Wunde, die noch lange nicht verheilt ist.

(Patrick HolzapfeL, Jugend ohne Film)

Nach Waldheims Walzer fragt man sich nicht mehr, weshalb die Rechten wieder da sind – in Österreich waren sie nie weg.

(Katja Nicodemus, Deutschlandfunk)

Nicht ohne Humor entfaltet Beckermann eine mitreißende Geschichtsstunde. Das Bemühen um faktische Neutralität erzittert im Angesicht offensichtlicher Lügen. Der Film legt eine schamvolle Geschichte Österreichs offen und zeigt uns eine tief klaffende Wunde, die noch lange nicht verheilt ist.

(Patrick HolzapfeL, Jugend ohne Film)

Nach Waldheims Walzer fragt man sich nicht mehr, weshalb die Rechten wieder da sind – in Österreich waren sie nie weg.

(Katja Nicodemus, Deutschlandfunk)

Waldheims Walzer hat etwas von einer Zeitkapsel. Das gesamte Material stammt aus dem Jahr 1986, das einem so wieder ganz nahe kommt.

(Sascha Westphal, epd Film)

Nicht ohne Humor entfaltet Beckermann eine mitreißende Geschichtsstunde. Das Bemühen um faktische Neutralität erzittert im Angesicht offensichtlicher Lügen. Der Film legt eine schamvolle Geschichte Österreichs offen und zeigt uns eine tief klaffende Wunde, die noch lange nicht verheilt ist.

(Patrick HolzapfeL, Jugend ohne Film)

Nach Waldheims Walzer fragt man sich nicht mehr, weshalb die Rechten wieder da sind – in Österreich waren sie nie weg.

(Katja Nicodemus, Deutschlandfunk)

Waldheims Walzer hat etwas von einer Zeitkapsel. Das gesamte Material stammt aus dem Jahr 1986, das einem so wieder ganz nahe kommt.

(Sascha Westphal, epd Film)

Die Spurensuche führt mitten hinein in die Gegenwart, ohne dass der Film Kanzler Kurz oder FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch nur erwähnen müsste. Beckermanns jüngerer Cutter und ihr Sohn dachten bei den Waldheim-Bildern ohnehin sofort an Trump, „an den Populismus von heute“. Die Vergangenheit aktualisiert sich selbst.

(Christiane Peitz, Der Tagesspiegel)

GASTKOMMENTARE

Gunnar Landsgesell

Beckermann kompiliert ihren Film pointiert, mitunter mit beißender Ironie und immer in klarem Bezug zu ihrem Thema. So wird deutlich: Um die eigene Ehre zu retten, war man bereit, sich im Schatten
eines Unrechtsstaates noch einmal breit zu machen. Einiges an diesen O-Tönen klingt heute so grotesk, als wäre es eine Polit-Persiflage von Maschek. Fast schon wie eine Kapitulation klingt hingegen Bundeskanzler Fred Sinowatz' sarkastisches Statement, wenn er meint: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass er (Waldheim, Anm.) nicht bei der SA war, sondern nur sein Pferd.“

Ein Film als politische Chronik und Essay des frivolen Grauens,
eine Zeugenschaft, in der sich das Politische und das Private auf besondere Weise verbinden.

Christa Blümlinger

Waldheims Walzer zielt letztlich weniger auf die lückenlose Konstruktion der Chronologie eines Wahlkampfs ab, als darauf,
die medialen Mechanismen der Zirkulation politischer Sprache sichtbar zu machen. Nicht mit den Mitteln des Mockumentary, sondern im analytischen Modus legt der Film die spezifische Form eines historischen Wahlkampfs als Produkt einer in verschiedenen Medienkanälen immer neu gewichteten Aufmerksamkeitsökonomie offen. Dem Betrachter erschließt sich somit nicht nur ein Bild
vom Ereignis selbst, sondern auch von den Bedingungen,
die es ermöglichen, eine symptomatische Lüge öffentlich
in Frage zu stellen.

Waldheims Walzer

Team

©
Michael Obex
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Dieter Pichler
Montage
©
Kurt Hennrich
Bildbearbeitung
©
Thomas Draschan
Sebastian Brameshuber
Konzeptuelle Mitarbeit

Buch und Regie Ruth Beckermann Montage Dieter Pichler Bildbearbeitung Kurt Hennrich Konzeptuelle Mitarbeit Sebastian Brameshuber Tongestaltung Manuel Grandpierre, Rudi Pototschnig Tonmischung Bernhard Maisch Titeldesign Thomas Gabriel Animation David Pedro-Suarez Dramaturgische Beratung Gertraud Luschützky Rechteklärung Dr. Claus Hofmann Lektorat Gabriele Mathes Untertitelung Sophia Wiegele Produktionsleitung Hanne Lassl Koordination Postproduktion Rebecca Hirneise Filmgeschäftsführung Susanna Harrer Produktion Ruth Beckermann

Preise & Festivals

Berlinale Forum

Berlin 2018 / Glashütte-Original

Dokumentarfilmpreis

Documenta Madrid

Madrid 2018 / Documenta Madrid Award

Diagonale

Graz 2018 / Franz-Grabner-Preis

Öster-reichischer Filmpreis

Wien 2019 / Bester Dokumentarfilm

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Als ich das Material, das ich vor dreißig Jahren bei Demonstrationen gegen Kurt Waldheim gedreht hatte, wieder sah, war ich schockiert. Hatte ich vergessen, wie leicht Emotionen gegen andere geschürt und von populistischen Politikern benutzt werden können?

Dünn ist die Schicht, die sich Zivilisation nennt. Auch das zeigte sich damals. Ganz plötzlich, von heute auf morgen, war sie weg. Und nackt starrten die Fratzen der Boshaften, der Wütenden uns an. Vielleicht war der Waldheim-Wahlkampf postfaktische Avantgarde.

Was sich damals lokal begrenzt im ach so rückschrittlichen Österreich zutrug, hat seinen Globalisierungsschub erlebt. Die damals zumindest diffus definierte Wut auf „die Ostküste“, die Amerikaner und den Westen richtet sich jetzt gegen den Großteil der Erdbewohner.

Ob Politik der Gefühle, wie Josef Haslinger seine Analyse der österreichischen Zustände nannte, oder Post-Truth – die Lüge hat Hochkonjunktur.

Ruth Beckermann

MEHR FILME

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