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American Passages

( Österreich 2011, 121 min / ENGLISCH / UNTERTITEL: DEUTSCH )

American Passages

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Ein episches Panorama Amerikas nach der Wahl Barack Obamas. American Passages führt in einer assoziativen Reise durch die USA, die in New York am Tag der Wahl beginnt und am Roulettetisch in Las Vegas endet. Desillusionierte Irak-Veteranen, homosexuelle Adoptivväter, schwarze Richterinnen, weiße Partylöwen oder ein Zuhälter am Spieltisch eines Casinos tragen zum vielstimmigen Porträt eines Landes bei, in dem der Pursuit of Happiness in Zeiten der Krise als Grundrecht in der Verfassung verankert ist.

PRESSE

Ein großer Film mit großartigem Ende. Bei einem Casting im Frisiersalon bringt eine Sängerin Brecht/Weills „Alabama Song“. Schauplatz ist Las Vegas, ein Mahagonny der Neuzeit. In den zerstörten Gesichtern der Gutsituierten und der Gambler spiegeln Aufstieg und Fall des amerikanischen Traums sich aufs Herzzerreißendste wider.

(Michael Omasta, Falter)

Ein großer Film mit großartigem Ende. Bei einem Casting im Frisiersalon bringt eine Sängerin Brecht/Weills „Alabama Song“. Schauplatz ist Las Vegas, ein Mahagonny der Neuzeit. In den zerstörten Gesichtern der Gutsituierten und der Gambler spiegeln Aufstieg und Fall des amerikanischen Traums sich aufs Herzzerreißendste wider.

(Michael Omasta, Falter)

Der amerikanische Traum ist nicht tot, sondern eher so etwas wie eine Baustelle für die Ewigkeit. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich beim Zuschauen von Ruth Beckermanns eindrucksvollem Dokumentarfilm einstellen.

(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

Ein großer Film mit großartigem Ende. Bei einem Casting im Frisiersalon bringt eine Sängerin Brecht/Weills „Alabama Song“. Schauplatz ist Las Vegas, ein Mahagonny der Neuzeit. In den zerstörten Gesichtern der Gutsituierten und der Gambler spiegeln Aufstieg und Fall des amerikanischen Traums sich aufs Herzzerreißendste wider.

(Michael Omasta, Falter)

Der amerikanische Traum ist nicht tot, sondern eher so etwas wie eine Baustelle für die Ewigkeit. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich beim Zuschauen von Ruth Beckermanns eindrucksvollem Dokumentarfilm einstellen.

(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

American Passages ist orientierungslos im besten Sinn. Die einzelnen Mosaiksteine, die zusammen den Film ergeben, lassen sich im Kopf immer wieder neu montieren. Wie so viele Filmemacher ist auch Beckermann von der Durchquerung dieses phantasmagorischen Raums (der Amerika heißt) zu Höchstleistungen angetrieben worden.

(Rainer Kienböck, Jugend ohne Film)

Ein großer Film mit großartigem Ende. Bei einem Casting im Frisiersalon bringt eine Sängerin Brecht/Weills „Alabama Song“. Schauplatz ist Las Vegas, ein Mahagonny der Neuzeit. In den zerstörten Gesichtern der Gutsituierten und der Gambler spiegeln Aufstieg und Fall des amerikanischen Traums sich aufs Herzzerreißendste wider.

(Michael Omasta, Falter)

Der amerikanische Traum ist nicht tot, sondern eher so etwas wie eine Baustelle für die Ewigkeit. Dies ist eine der Erkenntnisse, die sich beim Zuschauen von Ruth Beckermanns eindrucksvollem Dokumentarfilm einstellen.

(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

American Passages ist orientierungslos im besten Sinn. Die einzelnen Mosaiksteine, die zusammen den Film ergeben, lassen sich im Kopf immer wieder neu montieren. Wie so viele Filmemacher ist auch Beckermann von der Durchquerung dieses phantasmagorischen Raums (der Amerika heißt) zu Höchstleistungen angetrieben worden.

(Rainer Kienböck, Jugend ohne Film)

Interviewpassagen unterbrechen die schönen, flüssigen Reisebewegungen und ermöglichen eine Art von Mapping verschiedener, sehr generischer Orte – meist öffentlicher und/oder anonymer Plätze wie Diners, Drive-ins, Friedhöfe, Kirchen, Supermärkte, Gedenkstätten, Casinos oder Gefängnisse.

(Alexandra Seibel, kolik film)

GASTKOMMENTARE

Joachim Schätz

Das Vexierspiel aus markanten Gesichtern und Geschichten verweigert sich dem bigger than life klassisch US-amerikanischer Ikonografien (kein einziger Blick aus dem Autofenster wirkt hier romantisch), aber auch der besserwisserischen Denunziation des „typisch Amerikanischen“.

Zwischen eingespielten Klischees vom amerikanischen Traum wie seinen Schattenseiten – Bigotterie im Heartland, vulgärer Konsumismus, soziales Elend – schlüpfen die geistesgegenwärtigen Momentaufnahmen Beckermanns souverän durch. An Obdachlosen, Ghettobewohnern, einem milchgesichtigen Irakkriegsveteranen erstaunt nicht zuletzt die Präzision ihrer Selbsterklärungen, ihr Wille, Autoren der eigenen Lebensgeschichte zu bleiben.

Die Kluft zwischen Ideal und Praxis des amerikanischen Projekts ist immer wieder mit Händen zu greifen, aber genauso erstaunlich ist das allgegenwärtige Bemühen, diese zu schließen: durch den eigenen business plan, in der Arbeit öffentlicher Institutionen, aber auch auf Ebene einer nach links wie rechts lebhaften Zivilgesellschaft.

Insofern ist American Passages auch tagespolitisch erhellend: als Vermessung des Geländes, auf dem Tea-Party- und Occupy-Bewegung ihre Dynamik gewinnen konnten. Die ekstatische Andacht einer christlich-fundamentalistischen Universität und der Besuch bei einem schwulen Adoptivelternpaar liegen nur wenige Schnitte auseinander – zweimal amerikanisches Glück.

 

American Passages

Team

©
Althaler und Oblasser
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Antoine Parouty
Kamera
©
Lisa Rinzler
Kamera
©
Dieter Pichler
Montage

BUCH UND REGIE Ruth Beckermann Kamera Antoine Parouty, Lisa Rinzler Ton Atanas Tcholakov, Matthew Dennis Montage Dieter Pichler Dramaturgische Beratung Gertraud Luschützky Postproduktionskoordination Marie Tappero Tonschnitt Atanas Tcholakov Mischung Bernhard Maisch Grading Kurt Hennrich Produktion Ruth Beckermann US Producer Karen Annarino, Marisa Lloredo Saez executive producer Ursula Wolschlager associate producer Gabriele Kranzelbinder

Preise & Festivals

Cinéma du Réel

Paris 2011

BAFICI

Buenos Aires 2012

Viennale

Wien 2012

Diagonale

Graz 2012 / Beste Montage

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Ich würde die USA weniger als Ort der Sehnsucht als vielmehr als Ort eines utopischen Entwurfs bezeichnen. In der Unabhängigkeitserklärung von 1776 ist neben dem Recht auf Leben und Freiheit auch das Recht auf die Suche nach dem Glück verankert. Die Verfassung steht wie ein einigendes Dach über der ungeheuren Vielfalt der Lebensformen.

Der konkrete Auslöser, dieses Projekt spontan einer anderen Arbeit vorzuziehen, war der Wahlkampf Obamas und die Finanzkrise. Dieser Doppelschock gab mir das Gefühl, dass nun der richtige Moment sei, auf den es im Dokumentarfilm so stark ankommt. American Passages zeigt nicht das Tagesgeschehen, doch man spürt die spezielle Stimmung dieser Zeit: Da gibt es eine gewisse Melancholie, ein Umdenken oder ein Weitermachen wie vorher. Vieles ist offen.

„It is what it is“ – das ist für mich im Umgang mit den Menschen und mit Amerika immer mehr zum Motto geworden: Es gibt nicht eine Fassade, und wenn ich dich kennenlerne, noch 110 Schichten dahinter. Es ist auch eine andere Art zu filmen, als bei dem Film, den ich vor meiner Haustür gedreht habe. In homemad(e) gibt es viele Leute, die sagen was und dann: „Jetzt hab‘ ich dir alles erzählt.“ Pause. Und dann kommt erst das wirklich Interessante. Das gibt es in Amerika nicht, dort heißt es: Ich zeig dir die Rolle, die ich mir für mein Leben zurechtgelegt hab‘, und eine andere siehst du auch nicht.

 

Ruth Beckermann

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