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Zorros Bar Mizwa

( Österreich 2006, 90 min / Deutsch / Untertitel: Englisch )

Zorros Bar Mizwa

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Religion trifft Jugendkultur. Der Film begleitet vier zwölfjährige Jugendliche aus Wien – Sharon, Tom, Moishy und Sophie – bei den Vorbereitungen auf ihre Bar Mizwa bzw. Bat Mizwa. Eine besondere Rolle kommt dabei einem Bar-Mizwa-Filmer zu, der auch Clips mit den Teenagern dreht, in denen diese sich selbst in Szene setzen. Die Schwelle in die Gemeinschaft der Erwachsenen lässt sich auf verschiedenste Weise überschreiten: an der Klagemauer oder im Rampenlicht einer Showbühne, im Designerkleid oder auch im Zorro-Kostüm.

PRESSE

Die Jugendlichen werden zu Erwachsenen erklärt, obwohl zugleich offensichtlich ist, dass sie es noch nicht sind. Auf diese Weise werden Spielräume geschaffen, „Als ob“-Zonen, sichere Korridore, in denen sie sich gefahrlos eine Weile aufhalten können.

(Paulus Hochgatterer, Die Presse)

Die Jugendlichen werden zu Erwachsenen erklärt, obwohl zugleich offensichtlich ist, dass sie es noch nicht sind. Auf diese Weise werden Spielräume geschaffen, „Als ob“-Zonen, sichere Korridore, in denen sie sich gefahrlos eine Weile aufhalten können.

(Paulus Hochgatterer, Die Presse)

Zorros Bar Mizwa gleicht einer Thora-Lesung im Gangsta-Rapper-Rhythmus.

(Joachim Schätz, Falter Viennale Special)

Die Jugendlichen werden zu Erwachsenen erklärt, obwohl zugleich offensichtlich ist, dass sie es noch nicht sind. Auf diese Weise werden Spielräume geschaffen, „Als ob“-Zonen, sichere Korridore, in denen sie sich gefahrlos eine Weile aufhalten können.

(Paulus Hochgatterer, Die Presse)

Zorros Bar Mizwa gleicht einer Thora-Lesung im Gangsta-Rapper-Rhythmus.

(Joachim Schätz, Falter Viennale Special)

Es ist selten, dass man einen Dokumentarfilm sieht, bei dem man denken muss und auch lachen darf.

(Marie-Pierre Müller, Cinéma du réel)

Die Jugendlichen werden zu Erwachsenen erklärt, obwohl zugleich offensichtlich ist, dass sie es noch nicht sind. Auf diese Weise werden Spielräume geschaffen, „Als ob“-Zonen, sichere Korridore, in denen sie sich gefahrlos eine Weile aufhalten können.

(Paulus Hochgatterer, Die Presse)

Zorros Bar Mizwa gleicht einer Thora-Lesung im Gangsta-Rapper-Rhythmus.

(Joachim Schätz, Falter Viennale Special)

Es ist selten, dass man einen Dokumentarfilm sieht, bei dem man denken muss und auch lachen darf.

(Marie-Pierre Müller, Cinéma du réel)

Es geht weniger um Widersprüche als um Koexistenzen: ein Bruce-Lee-T-Shirt, ein Zorro-Kostüm, ein weißes Hemd und eine schwarze Weste, ein rosaroter Kapuzenpulli – drei jüdische Jungs und ein Mädchen, denen die Bar Mizwa bevorsteht.

(Annett Busch, kolik film)

GASTKOMMENTARE

Michael Omasta

Eine wunderbare Sprachmelange durchzieht den Film. Sophie, die mit ihrer Mutter und ihrer besten Freundin ein weißes Kleid für die Feier anprobiert, wechselt immer wieder ins Englische; Tom spricht abwechselnd deutsch mit seinem Vater und hebräisch mit seiner Mutter; Moishy, der aus einer orthodoxen Familie stammt, übt daheim das Anlegen der traditionellen Gebetsriemen, die um den linken Arm und um den Kopf herum geschnürt werden. Dazwischen klärt uns sein Vater in schönstem Wienerisch über die Bedeutung der Bar Mizwa auf: „Man hofft, er soll ernst werden. Vorher, bis zu seinem 13. Geburtstag, trägt der Vater noch die Sünden für den Sohn. Dann kriegt er sie zurück.“

Bert Rebhandl

Zorros Bar Mizwa zeigt ein selbstbewusstes Wiener Judentum, dem seine Verbindung mit Israel selbstverständlich ist, wie es auch die historischen Wurzeln spielerisch immer wieder einholen: Der Titel bezieht sich auf ein Bar-Mizwa-Video, mit dem eine sephardische Familie ihren Sohn als mexikanischen Helden zu Pferd inszenieren lässt (mit der großartigen Pointe, dass der junge Mann an der Szene einzig deswegen interessiert ist, weil er auf eine halbnackte, weibliche Schönheit gehofft hatte, wie in dem Hollywoodfilm mit Catherine Zeta-Jones).

Es ist ein internationales Judentum, das in Wien einen Lebensmittelpunkt und in Israel den geistigen Bezugspunkt hat, und Beckermann zeigt es in verschiedenen Konstellationen und Graden der Orthodoxie.

Zorros Bar Mizwa

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Nurith Aviv
Kamera
©
Leena Koppe
Kamera
©
Dieter Pichler
Montage

Buch und Regie Ruth Beckermann Kamera Nurith Aviv, Leena Koppe, André Wanne Ton Günther Tuppinger, Stefan Holzer, Tully Chen, Amos Zipori Montage Dieter Pichler, Thomas Woschitz Dramaturgie Gertraud Luschützky Produktionsleitung Peter Roehsler, Monika Lendl, Gabi Moatty Filmgeschäftsführung Monika Nnamdi Tonschnitt Johannes Konecny Mischung Bernhard Maisch Produktion Ruth Beckermann

Preise & Festivals

Cinéma du Réel

Paris 2006

Int. Film Festival

Chicago 2006

Festival de Films de Femmes

Créteil 2006

BAFICI

Buenos Aires 2006

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Bei Zorros Bar Mizwa war der Ausgangspunkt mein Interesse an der bucharischen und georgischen jüdischen Gemeinde in Wien – über die wollte ich einen Film machen. Dann erst bin ich zur Bar Mizwa gekommen. Manchmal geht man von einem zu großen Thema aus, das eigentlich noch kein Film ist.

Für mich war's eine reizvolle Herausforderung, einmal etwas mit jungen Menschen zu machen. Die Bar Mizwa ist ein Initiationsritus, ein Schritt in die Gesellschaft: raus aus dem Kind sein, selber Verantwortung übernehmen. Ich kenne in westlichen Kulturen nichts Vergleichbares. Außerdem sagt man, die Bar Mizwa sei das schönste Fest, weil man das Kind mit nach Hause nimmt, während es bei der Hochzeit weg geht.

Zorros Bar Mizwa dreht sich mehr um Repräsentation als um Religion. Mich interessieren Fragen in der Art von: Wie präsentieren sich Menschen? Wie interagieren sie mit ihrer Familie? Wie möchten sie selbst wahrgenommen werden? All das ist wesentlich, wenn man so eine Feierlichkeit wie eine Bar Mizwa abhält. Vielleicht wollte ich aber auch eine verrückte Wiener jüdische Doku-Soap machen.

Ruth Beckermann

MEHR FILME

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