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Those Who Go Those Who Stay

( Österreich 2013, 75 min / Diverse / Untertitel: Deutsch, Englisch )

Those Who Go Those Who Stay

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Those Who Go Those Who Stay

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Es ist das absichtlich absichtslose Schauen, das den Zufall zulässt. Quer durch Europa und rund ums Mittelmeer schafft Ruth Beckermann ein Gewebe aus Reise- und Fluchtbewegungen und stellt die Frage, ob der Unterschied zwischen Gehen und Bleiben nicht allein eine Frage der Zeit ist. Nigerianische Asylwerber in Sizilien, bierselige Nationalisten in Wien, drei verschleierte Frauen, die minutenlang versuchen, eine stark befahrene Straße in Alexandria zu überqueren. Those Who Go Those Who Stay erzählt vom Unterwegssein in der Welt und im eigenen Lebenslauf.

PRESSE

Das Zufällige ist das Grundsätzliche. Das aushalten zu lernen, dafür ist dieser exzellente Film eine gute Schule.

(Bert Rebhandl, Der Standard)

Das Zufällige ist das Grundsätzliche. Das aushalten zu lernen, dafür ist dieser exzellente Film eine gute Schule.

(Bert Rebhandl, Der Standard)

Etliche der Begegnungen wurden im Zuge von Reisen und Filmprojekten der letzten 25 Jahre gemacht. So die Stippvisite beim Autor und Filmemacher Georg Stefan Troller in Paris, der das Leben eines Flaneurs ganz im Sinne Benjamins führt und von seiner Idee erzählt, wahllos Menschen zu porträtieren.

(Michael Omasta, Falter)

Das Zufällige ist das Grundsätzliche. Das aushalten zu lernen, dafür ist dieser exzellente Film eine gute Schule.

(Bert Rebhandl, Der Standard)

Etliche der Begegnungen wurden im Zuge von Reisen und Filmprojekten der letzten 25 Jahre gemacht. So die Stippvisite beim Autor und Filmemacher Georg Stefan Troller in Paris, der das Leben eines Flaneurs ganz im Sinne Benjamins führt und von seiner Idee erzählt, wahllos Menschen zu porträtieren.

(Michael Omasta, Falter)

Einmal fahren die Filmemacherin und der Kameramann Peter Roehsler im Auto durch die Umgebung Jerusalems und unterhalten sich darüber, was Satan mit der Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes anfangen würde – begänne er seine Ausführungen im Jahr 1967 oder doch schon 1948?

(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

Das Zufällige ist das Grundsätzliche. Das aushalten zu lernen, dafür ist dieser exzellente Film eine gute Schule.

(Bert Rebhandl, Der Standard)

Etliche der Begegnungen wurden im Zuge von Reisen und Filmprojekten der letzten 25 Jahre gemacht. So die Stippvisite beim Autor und Filmemacher Georg Stefan Troller in Paris, der das Leben eines Flaneurs ganz im Sinne Benjamins führt und von seiner Idee erzählt, wahllos Menschen zu porträtieren.

(Michael Omasta, Falter)

Einmal fahren die Filmemacherin und der Kameramann Peter Roehsler im Auto durch die Umgebung Jerusalems und unterhalten sich darüber, was Satan mit der Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes anfangen würde – begänne er seine Ausführungen im Jahr 1967 oder doch schon 1948?

(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

GASTKOMMENTARE

Hélène Cixous

Ich weiß nichts von der Vergangenheit und der Zukunft Elfriedes, der Poetin, noch von Good Luck, dem Fußballchampion, sie sagen nur ein paar Worte, so lebendig, so mit Verlangen angefüllt, dass mir ist, als hätte ich sie schon immer gekannt. So ist das Leben: ein paar kurze Augenblicke JA zur Fügung, und dann geht man ein in die Textrolle der Menschheit. Allerretourhinundzurück. Action!

Ein einziges Wesen wird ein bisschen länger das Wort behalten haben als all die Passanten, der Mann mit der schwarzen Brille, der exilbedingt an eine Straßenkreuzung von Czernowitz geworfen wurde und bewegungslos an dem Ort verharrte, dem er zugefallen war, daselbst lehrend 43 Jahre lang, ohne je die schwarzen Brillen abzunehmen, hinter denen seine Augen unentschlüsselbar bleiben. Man kann ihn nicht lesen! Das ist der Mann, der nicht davonläuft, der wach hält und weitergibt. Eine Art jüdischer Teiresias, der die Schranken der Welt gesehen hat und nicht versucht, sich zu befreien. Für ihn gibt es kein Anderswo. Die Ausgangstür, wenn da eine wäre, führte in ein anderes Eingeschlossensein.

Those Who Go Those Who Stay

Team

©
Ruth Beckermann
Buch, Regie und Kamera
©
Maria Kracikova
Johannes Hammel
Kamera
©
Peter Roehsler
Kamera
©
Dieter Pichler
Montage

BUCH UND REGIE Ruth Beckermann Kamera Johannes Hammel, Peter Roehsler, Ruth Beckermann Ton Atanas Tcholakov, Christina Kaindl-Hönig Montage Ruth Beckermann, Dieter Pichler Tongestaltung Gerhard Daurer Musik Eleni Karaindrou Mischung Bernhard Maisch Dramaturgische Beratung Gertraud Luschützky Grading Kurt Hennrich Grafik Oliver Neumann Untertitel Libertad Hackl Postproduktionskoordination Marie Tappero Produktion Ruth Beckermann

Preise & Festivals

Viennale

Wien 2013

Diagonale

Graz 2014 / Bester Dokumentarfilm

visions du réel

Nyon 2013

FIDMarseille

Marseille 2013

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Das Filmemachen selbst ist ein Thema des Films. Es ist weniger ein Irren als vielmehr ein Flanieren im Labyrinth. Manchmal ist es ein Irren, ein Suchen nach Fragen mehr noch als nach Antworten. Eine Suche nach den wichtigen Fragen.

Es beginnt mit Georg Stefan Troller, der über seine Art des Dokumentarfilmmachens spricht bzw. darüber, was er nicht gemacht hat. Es geht ums Filmemachen, Schauen, Erzählen, wobei dem, was am Weg oder um die Ecke liegt, ebenso meine Aufmerksamkeit gilt wie dem Ziel, auf dessen Suche ich mich begeben habe.

Ich mag eng gesteckte Themenfilme nicht besonders, bei denen versucht wird, ein Thema mit Information abzudecken. Das sind für mich journalistische Herangehensweisen, die für den Moment richtig sind, wie ein Zeitungsartikel, der zwei Jahre später, wenn sich die Meinungen zu einem Thema weiterentwickelt haben, auch wieder hinfällig ist. Mir geht es um Fragen, die bleiben, die immer aktuell sind. Es geht um die Bewegung nicht nur der Augen, sondern auch die freiwilligen und unfreiwilligen Bewegungen der Menschen.

Mein Film ist der Versuch, durch zeitliche und geografische Sprünge Denkschienen aufzubrechen und üblicherweise getrennt behandelte Themen miteinander zu verschränken: Fluchtbewegungen weg von Europa und hinein nach Europa. Private Erinnerungen und politische Brisanz. Schöne Bilder und Ratlosigkeit darüber, was trotz aller Bilder und Töne verschwiegen wird.

Ruth Beckermann

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