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Arena besetzt

( Österreich 1977, 77 min / Deutsch / UNTERTITEL: Englisch )

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Der Film zeigt anhand von Material, das während der Arena-Besetzung im Sommer 1976 gedreht wurde, die Organisation kollektiver Arbeit, Verhandlungen mit der Gemeinde Wien und schließlich den Abriss der Gebäude des ehemaligen Schlachthofs. Das autonome Kultur- und Kommunikationsareal auf dem Auslandsschlachthof St. Marx musste dem Schöps-Textilzentrum weichen. Arena besetzt entstand aus dem Bedürfnis heraus, der offiziösen Berichterstattung etwas entgegenzusetzen, und ruft auch in Erinnerung, wie eine Generation durch das Engagement in der Arena-Bewegung politisiert wurde.

PRESSE

Das gesellschaftlich und politisch Innovative der Arena-Bewegung, in der keine politische Partei und keine linke politische Gruppierung maßgeblich Einfluss erlangten, wird in dieser strengen, analytischen Ordnung des Materials deutlich, wobei die schön grindige Amateurvideoästhetik das charakteristische Arena-Flair sehr plastisch vermittelt.

(Gustav Ernst, Arena)

Das gesellschaftlich und politisch Innovative der Arena-Bewegung, in der keine politische Partei und keine linke politische Gruppierung maßgeblich Einfluss erlangten, wird in dieser strengen, analytischen Ordnung des Materials deutlich, wobei die schön grindige Amateurvideoästhetik das charakteristische Arena-Flair sehr plastisch vermittelt.

(Gustav Ernst, Arena)

Arena besetzt ist jedenfalls der beste Bericht über die Stimmung, die damals dort herrschte, in der „klanen Stadt mit Häusa und Wiesn“, in der die Leute nicht bleiben durften, weil die, die die Leute im Rathaus vertreten (sollten), sie schon verkauft hatten.

(Harald Irnberger, Extrablatt)

Das gesellschaftlich und politisch Innovative der Arena-Bewegung, in der keine politische Partei und keine linke politische Gruppierung maßgeblich Einfluss erlangten, wird in dieser strengen, analytischen Ordnung des Materials deutlich, wobei die schön grindige Amateurvideoästhetik das charakteristische Arena-Flair sehr plastisch vermittelt.

(Gustav Ernst, Arena)

Arena besetzt ist jedenfalls der beste Bericht über die Stimmung, die damals dort herrschte, in der „klanen Stadt mit Häusa und Wiesn“, in der die Leute nicht bleiben durften, weil die, die die Leute im Rathaus vertreten (sollten), sie schon verkauft hatten.

(Harald Irnberger, Extrablatt)

Das gesellschaftlich und politisch Innovative der Arena-Bewegung, in der keine politische Partei und keine linke politische Gruppierung maßgeblich Einfluss erlangten, wird in dieser strengen, analytischen Ordnung des Materials deutlich, wobei die schön grindige Amateurvideoästhetik das charakteristische Arena-Flair sehr plastisch vermittelt.

(Gustav Ernst, Arena)

Arena besetzt ist jedenfalls der beste Bericht über die Stimmung, die damals dort herrschte, in der „klanen Stadt mit Häusa und Wiesn“, in der die Leute nicht bleiben durften, weil die, die die Leute im Rathaus vertreten (sollten), sie schon verkauft hatten.

(Harald Irnberger, Extrablatt)

GASTKOMMENTARE

Bert Rebhandl

Ruth Beckermann war Teil der Videogruppe Arena, die im Juli 1977 aus Material, das während der Besetzung entstanden war, Arena besetzt montierte. „Mia gengan nimma fort“, war eine der Parolen, die sich letztlich als falsch erwiesen. Denn die Besetzung endete mit einer Niederlage. Der konkreten Enttäuschung über die Abspeisung mit dem ungeliebten Inlandsschlachthofgelände steht der Umstand gegenüber, dass die Aufbruchsstimmung vielfältige Folgen hatte.

Eine dieser Folgen war der Film Arena besetzt selbst, mit dem Beckermann, Josef Aichholzer und Franz Grafl nicht nur das damals neue Medium Video für politisches Kino nutzbar machten, sondern mit dem sie die Arena-Themen auch präsent halten konnten – bezeichnenderweise endet Arena besetzt mit Bildern von einer Demonstration gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf, über das 1977 in Österreich eine Volksabstimmung abgehalten wurde, bei der sich eine knappe Mehrheit gegen die sogenannte friedliche Nutzung der Kernenergie ergab.

Armin Thurnher

Die Arenabesetzung war eine Kulturbewegung, und sie scheiterte, das zeigt der Film der Videogruppe Arena ganz richtig, an der Uneinsichtigkeit der roten Wiener Kulturbürokratie. Das Textilzentrum der Firma Schöps hätte auch woanders errichtet werden können; der Charme des Schlachthofs war unwiederbringlich verloren. Ironischerweise war es eine Ausformung sozial-demokratischer Kulturpolitik, die hier an Sozialdemokraten scheiterte.

Arena besetzt

Team

©
Ruth Beckermann
Filmemacher der Videogruppe Arena
©
Josef Aichholzer
Filmemacher der Videogruppe Arena
©
Franz Grafl
Filmemacher der Videogruppe Arena
©

Ein Film der Videogruppe Arena (Josef Aichholzer, Ruth Beckermann, Franz Grafl)

Preise & Festivals

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Zu Beginn gab's noch gar keine organisierte Filmförderung. Als wir Arena besetzt gemacht haben, war da ein Sektionschef im Ministerium, sonst nix. Wir haben erreicht, dass er uns 30.000 Schilling gegeben hat, und waren glücklich. Aichholzer und ich waren bei ihm, anschließend sind wir in eine Konditorei gegangen und haben Torten gegessen. Wir haben damals gar nicht erwartet, Geld zu bekommen – weil wir ja eine Gegenöffentlichkeit herstellen wollten.

Als wir den Filmladen gegründet haben, soll in der Arbeiterkammer ein Flugblatt von uns kursiert sein mit dem Vermerk: „Achtung, ganz links!“ Das hat uns nur bestärkt in der Wichtigkeit unserer Aufgabe. Bei den kürzeren Filmen haben wir nicht einmal angesucht, sondern uns das Material geschnorrt und eine Kamera ausgeborgt – kein Mensch hat irgendetwas verdient.

Ich war 1976 während der Wiener Festwochen in der Arena und habe so die Besetzung mitgekriegt, eine „Hardcore-Besetzerin“ war ich nie. Wir haben alles an Material zusammen gesucht, was wir rund um die Besetzung fanden, und haben mit Video Konzerte, Diskussionen und Gespräche zwischen Besetzern und der Stadt Wien aufgezeichnet.

Lange Zeit existierte nur eine einzige 16mm-Kopie, die ein britischer TV-Sender anfertigte, ohne Rechnung. Das entsprach durchaus der Zeit damals. Ich hatte subjektiv das Gefühl, es ist einfach alles möglich.

Ruth Beckermann

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