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Der Hammer steht auf der Wies’n da draußen

( Österreich 1981, 41 min / Deutsch / Untertitel: Englisch )

Der Hammer steht auf der Wies’n da draußen

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Am 28. März 1981 gehen 10.000 Menschen auf die Straße. Die Stadt Judenburg demonstriert für die Erhaltung ihres Stahlwerks – ein später Versuch, den drohenden Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern. Der Film zeigt die Auswirkungen der internationalen Stahlkrise auf Österreich. Was ändert sich für Betroffene, wenn Kündigungen anstehen? Wie entsteht ein Klima der Unsicherheit, aber auch der Entschlossenheit, sich zu wehren? Dokumentiert werden Zweifel an der Gewerkschaftspolitik und vorsichtig formulierte Kritik an der Sozialpartnerschaft.

PRESSE

Anliegen des Films ist die Kommunikation der laufenden Ereignisse, nicht deren Kommentierung von außen, Ziel ist die Produktion eines sozialen Raumes mit Hilfe der Kamera.

(Siegfried Mattl, 2007)

 

Anliegen des Films ist die Kommunikation der laufenden Ereignisse, nicht deren Kommentierung von außen, Ziel ist die Produktion eines sozialen Raumes mit Hilfe der Kamera.

(Siegfried Mattl, 2007)

 

Anliegen des Films ist die Kommunikation der laufenden Ereignisse, nicht deren Kommentierung von außen, Ziel ist die Produktion eines sozialen Raumes mit Hilfe der Kamera.

(Siegfried Mattl, 2007)

 

Anliegen des Films ist die Kommunikation der laufenden Ereignisse, nicht deren Kommentierung von außen, Ziel ist die Produktion eines sozialen Raumes mit Hilfe der Kamera.

(Siegfried Mattl, 2007)

 

GASTKOMMENTARE

Bert Rebhandl

Aichholzer, Beckermann und Stejskal stellen den Film ins Zeichen des Blues. Sie erteilen Menschen das Wort, die beklagen, „dass ma überhaupt kan Halt mehr hat“. Ehefrauen von Arbeitern deuten auf dem Spielplatz vor einer Neubausiedlung an, dass die modernen Wohnungen, in denen sich das Wirtschaftswunder der Vollbeschäftigungsjahre auch manifestierte, bald zu teuer werden könnten. (…)

Zwei Namen fallen im Abspann des Films: Peter Pilz und Siegfried Mattl, zwei engagierte Intellektuelle, der eine geht später von der Sozialwissenschaft in die Politik, der andere wird zu einem der bedeutendsten Historiker. Beide stammen aus dem steirischen Industriegebiet, beide sind geprägt durch das Milieu, das sich rund um die Arena formiert hat; sie zählen zu den „kollektiven“ intellektuellen Ressourcen, zu denen auch materielle hinzukamen. Der Film wurde, so gibt das letzte Insert zu erkennen, durch Spenden ermöglicht und kann damit als eine frühe Form von Crowdfunding betrachtet werden.

Siegfried Mattl

Die Filmemacher konzentrierten sich auf den Betriebsrat Horst Scvarza, der gegen seine eigene sozialdemokratische Fraktion rebellierte. Ihm, dem später „Lech Walesa von Judenburg“ genannten Sprecher der Basis, der zum Disziplinbruch bereit ist, folgt mit Fortgang des Films das Bild, um in der Klimax der Betriebsversammlung zu enden. Ein Bild, das, wie mir heute scheint, mit außerordentlicher Sensitivität die Spannungen, die persönlich vermittelten Schwankungen zwischen Zweifel und Entschlossenheit einfängt und ein Psychogramm sozialer Konflikte von überdauernder Bedeutung schafft.

Der Hammer steht auf der Wies’n da draußen

Team

©
Diagonale/Elodie Grethen
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Diagonale/Elodie Grethen
Josef Aichholzer
Buch und Regie
©
Diagonale/Elodie Grethen
Michael Stejskal
Buch und Regie
©
Bernhard Watzek
Kamera

Ein Film von Ruth Beckermann, Joseph Aichholzer, Michael Stejskal Kamera Bernd Watzek Montage Hanja Dirnbacher Mitarbeit Peter Pilz, Siegfried Mattl Produktion Filmladen

Preise & Festivals

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Warum überhaupt Film? Das hat damit zu tun, dass ich nach meiner Rückkehr aus New York zu diesen Filmleuten kam und mit Franz Grafl und Josef Aichholzer den Verleih Filmladen gegründet habe, um politische Filmarbeit zu machen. Bald wurde uns klar, dass es über die politische Situation in Österreich keine Filme gab. Also mussten wir sie selbst machen. Die Idee war, ganz klassisch, mit dem avanciertesten Medium der Zeit – damals noch Film, 16mm-Film – zu drehen. Weil Film mehr Menschen erreichen kann als ein Text.

In der Zeit, als ich fotografierte, hatte ich nie das Gefühl, ich will jetzt keine Bilder machen – ich hab‘ ja Bilder gemacht. Das Problem kam erst mit dem Film, der ein Kompilationsmedium ist. Da ist alles drin: das Bild, der Ton, der Text, die Musik etc. – und da habe ich bis heute den Eindruck, es werden viel zu viele Bilder gemacht.

Die erste Abgrenzung war natürlich gegenüber dem Fernsehen. In den Anfängen wollten wir eine Gegenöffentlichkeit herstellen, das war der politische Ansatz.

Ruth Beckermann

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