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Wien retour

( Österreich 1983, 91 min / Deutsch / Untertitel: Englisch )

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Ein Meistererzähler erinnert sich an seine Jugend in Wien. Franz West (1909–1985) beschreibt seine jüdische Familie, sein Engagement in der Arbeiterbewegung des Roten Wien sowie den Aufstieg von Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Die Erinnerungen an die vielfältige jüdische Bevölkerung der Mazzesinsel, ergänzt durch eindrückliches Archivmaterial, verdeutlichen Zusammenhänge in der österreichischen Geschichte der Zwischenkriegszeit.

PRESSE

Beckermann und Aichholzer unterlegen Wests persönliche Reminiszenzen teils kontrapunktisch mit Filmdokumenten aus Archivbeständen und schließen ganz still mit seiner bewegenden Totenklage um seine Familie, die fast zur Gänze in Hitlers Todesfabriken umkam.

(Sigrid Löffler, 1983)

Beckermann und Aichholzer unterlegen Wests persönliche Reminiszenzen teils kontrapunktisch mit Filmdokumenten aus Archivbeständen und schließen ganz still mit seiner bewegenden Totenklage um seine Familie, die fast zur Gänze in Hitlers Todesfabriken umkam.

(Sigrid Löffler, 1983)

Die Erzählweise des Franz West ist gelassen und heiter (selbst wenn er nicht von heiteren Dingen redet), es werden Zusammenhänge deutlich – man hört ihm gerne zu.

(Christine Gaigg, Falter)

Beckermann und Aichholzer unterlegen Wests persönliche Reminiszenzen teils kontrapunktisch mit Filmdokumenten aus Archivbeständen und schließen ganz still mit seiner bewegenden Totenklage um seine Familie, die fast zur Gänze in Hitlers Todesfabriken umkam.

(Sigrid Löffler, 1983)

Die Erzählweise des Franz West ist gelassen und heiter (selbst wenn er nicht von heiteren Dingen redet), es werden Zusammenhänge deutlich – man hört ihm gerne zu.

(Christine Gaigg, Falter)

In diesem grandiosen Filmdokument schildert Franz West seine zehn Kindheits- und Jugendjahre in Wien von 1924 bis 1934 mit dem schüchternen Lächeln eines Augenzeugen, der nur erzählen will, wie es war, ohne seinem persönlichen Schicksal eine besondere Bedeutung beizumessen – und es ballt sich Weltgeschichte um den alten Herrn!

(Fritz Walden, Arbeiterzeitung)

Beckermann und Aichholzer unterlegen Wests persönliche Reminiszenzen teils kontrapunktisch mit Filmdokumenten aus Archivbeständen und schließen ganz still mit seiner bewegenden Totenklage um seine Familie, die fast zur Gänze in Hitlers Todesfabriken umkam.

(Sigrid Löffler, 1983)

Die Erzählweise des Franz West ist gelassen und heiter (selbst wenn er nicht von heiteren Dingen redet), es werden Zusammenhänge deutlich – man hört ihm gerne zu.

(Christine Gaigg, Falter)

In diesem grandiosen Filmdokument schildert Franz West seine zehn Kindheits- und Jugendjahre in Wien von 1924 bis 1934 mit dem schüchternen Lächeln eines Augenzeugen, der nur erzählen will, wie es war, ohne seinem persönlichen Schicksal eine besondere Bedeutung beizumessen – und es ballt sich Weltgeschichte um den alten Herrn!

(Fritz Walden, Arbeiterzeitung)

GASTKOMMENTARE

Peter Turrini

Der Film Wien retour hat mich fasziniert, warum? In der Regel habe ich mit der Praxis des dokumentarischen Films, wie sie bei uns geübt und eingeübt wird, wenig Freude. Ich glaube nicht an die Liebe des Dokumentaristen für sein Thema, wenn ich nur tolle Bilder sehe, die das Dokumentierte „filmisch aufbereiten“, Zeugen höre, die das Besondere bezeugen, Dokumente sehe, die das Authentische beweisen. (...)

Ruth Beckermann und Josef Aichholzer haben mit Wien retour dem Dokumentarfilm seine größte Möglichkeit wiedergegeben: Sie stellen einen Menschen, Franz West, in den Mittelpunkt ihres Films, einen jüdischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Man hört ohne besondere filmische und dokumentarische Aufbereitung das Schicksal dieses Menschen und sieht doch das Schicksal ganz Österreichs vor sich.

Dieser Film stellt Ansprüche, besonders zu Beginn, weil er die gestörten Sehweisen, die Gier nach schneller Abwechslung nicht einlöst, aber je länger man ihn sieht, desto mehr beschenkt er den Betrachter: Noch nie habe ich einen Dokumentarfilm gesehen, bei dem ich den Zusammenhang zwischen Mensch und Geschichte so tief empfunden habe.

Ein Mensch wie Franz West hat in Österreich wenig Öffentlichkeit. Sein Leben lässt sich mit medialen Schlagworten nicht fassen, dafür ist es zu reich. Sein Tun lässt sich nicht an einer Tat vorführen, dafür hat er zu viel getan. Seine Anschauungen sind nicht in private und öffentliche zerfallen. Sein Mut ist kein spektakulärer, aber ein kontinuierlicher. Sein Humor gefriert nicht in schnellen kolportierbaren Bonmots, er erwärmt ein ganzes kämpferisches Leben.

Wien retour

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Josef Aichholzer
Buch und Regie
©
Franz West
Cast
©
Tamas Ujlaki
Kamera

Ein Film von Ruth Beckermann, Josef Aichholzer Montage Ruth Beckermann, Josef Aichholzer Idee WG Heinestraße Mitarbeit Hanja Dirnbacher Kamera Tamas Ujlaki, Bernd Neuburger, Bernhard Watzek, Gert Broser Ton Gerhard Ordnung Mischung Karl Schlifelner Sprecherin Paola Löw Produktion Filmladen

Preise & Festivals

Würdigungs -preis

Wien 1984

Cinéma du réel

Paris 1984

Dok Leipzig

Leipzig 1984

Golden Gate Award Int. Film Festival

San Francisco 1984

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Für mich gab es zwei wesentliche Anliegen, diesen Film zu machen: jemandem das Wort zu geben, der in der heutigen gesellschaftlichen Situation in Österreich nur ungern gehört wird. Für die einen ist Franz West ein Linker, für die anderen ein ehemaliger Kommunist, und für die Kommunisten ist Franz West ein Abtrünniger. Und Jude ist er überdies.

Und ich wollte den Zusammenhang herstellen zwischen der Zerschlagung der Arbeiterbewegung und dem Schicksal der Juden, die Verknüpfung von Minderheiten mit den fortschrittlichen Bewegungen zeigen.

Ruth Beckermann

MEHR FILME

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