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Auf amol a Streik

( Österreich 1978, 24 min / Deutsch / Untertitel: Englisch )

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In der Reifenfabrik Semperit in Traiskirchen findet im Frühjahr 1978 der einzige von der Gewerkschaft unterstützte mehr als dreiwöchige Streik Österreichs seit Kriegsende statt. Der Film zeigt den Verlauf des Streiks. Mit Interviews, Fotos, Grafiken und einer Gesprächsrunde von Streikenden im Wirtshaus gibt er Einblick in die Haltung der Gewerkschaft zwischen Nähe zu den Beschäftigten und Verpflichtungen gegenüber den Unternehmern.

PRESSE

Ein Blick in die auflodernde politische Situation in Österreich Ende der 1970er Jahre. Es war die Zeit, die Beckermann zum Kino brachte. Die Stoßrichtung ist klar politisch. Man hört dort zu, wo scheinbar niemand interessiert ist.

(Patrick Holzapfel, 2020)

Ein Blick in die auflodernde politische Situation in Österreich Ende der 1970er Jahre. Es war die Zeit, die Beckermann zum Kino brachte. Die Stoßrichtung ist klar politisch. Man hört dort zu, wo scheinbar niemand interessiert ist.

(Patrick Holzapfel, 2020)

Ein Blick in die auflodernde politische Situation in Österreich Ende der 1970er Jahre. Es war die Zeit, die Beckermann zum Kino brachte. Die Stoßrichtung ist klar politisch. Man hört dort zu, wo scheinbar niemand interessiert ist.

(Patrick Holzapfel, 2020)

Ein Blick in die auflodernde politische Situation in Österreich Ende der 1970er Jahre. Es war die Zeit, die Beckermann zum Kino brachte. Die Stoßrichtung ist klar politisch. Man hört dort zu, wo scheinbar niemand interessiert ist.

(Patrick Holzapfel, 2020)

GASTKOMMENTARE

Bert Rebhandl

Die Abwägung von Lohnzuwächsen mit Rationalisierungsschritten ergibt schließlich den springenden Punkt, an dem aus dem organisierten Arbeitskampf ein „wilder Streik“ wird, wie es die Presse bezeichnet. Aichholzer und Beckermann lassen auch die Arbeitgeberseite zu Wort kommen, merken allerdings leicht polemisch an, dass die neuen Manager „den österreichischen Sozialpartnerschaftston nicht gewohnt“ sind. Eine Grafik des damals noch relativ unbekannten Manfred Deix zeigt den obersten Gewerkschaftspräsidenten Anton Benya, der zwei Streitparteien die Ohren lang zieht.

Armin Thurnher

Die radikale Linke, auch das gehört zum Geist jener Zeit, versuchte verzweifelt, die unüberbrückbare Differenz zum Proletariat zu schließen. Langhaarige standen früh auf, um Flugblätter vor Fabriken zu verteilen, erhielten aber meist nur mütterliche Beachtung von freundlichen Fabrikarbeiterinnen.

In Deutschland arbeitete man als ambitionierter Genosse bei Opel in Rüsselsheim. Die Gewerkschaften wurden überall entmachtet, in Österreich waren sie einerseits auf dem Höhepunkt ihrer Macht, ÖGB-Boss Anton Benya besprach mit Regierungschef Kreisky jede Woche die Agenda, gegen seinen Willen ging nichts. (…)

Es waren andere Zeiten, in jedem Sinn, und es ist unsere Zeit daraus geworden. Was aus ihr nicht geworden ist, auch das kann man in Ruth Beckermanns frühen Filmen sehen.

Auf amol a Streik

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Josef Aichholzer
Buch und Regie
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©

Ein Film von Ruth Beckermann, Josef Aichholzer Grafiken Manfred Deix Produktion Filmladen

Preise & Festivals

Int. Kurzfilmtage

Oberhausen 1987

DOK Leipzig

Leipzig 1987

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Obwohl bei den Aufnahmen das aus Wien angereiste Filmteam irgendwie deplatziert in der Runde der zum Streik bereiten Arbeiter/innen gewesen war, fand der daraus entstandene Film, der didaktisch, ähnlich wie Arena besetzt (1977) gestaltet ist, Widerhall in Gewerkschaftsgruppen, die über die Situation im Werk Semperit österreichweit informieren wollten. Er festigte auch unseren Ruf als Linksradikale, ein Totschlag-argument, das uns in unserer Arbeit – nicht nur durch das Einschreiten der Gendarmerie bei diesem Projekt – oft behinderte.

Erst später gaben uns Gewerkschaftsfunktionäre der damals noch größten Partei Recht. Auch sie hätten öfter mit Filmen dieser Art arbeiten sollen, um auf die wiederkehrenden Zusammenhänge in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen. Nicht nur der spontane Streik, sondern auch die dokumentarische Unmittelbarkeit war neu in der politischen Filmkultur Österreichs, die überwiegend in der Dokumentation von herzerwärmenden Naturbetrachtungen und im Spielfilm von der bereits abflauenden „Sexfilmwelle“ geprägt wurde.

Ruth Beckermann

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