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Die papierene Brücke

( Österreich 1987, 95 min / Deutsch / Untertitel: Deutsch, Englisch )

Die papierene Brücke

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Ruth Beckermanns Essayfilm über die eigene Familiengeschichte erzählt zugleich die Geschichte der mitteleuropäischen Juden und die Geschichte einer Region. Die Reise führt von Wien, wo die Großmutter den Krieg als U-Boot überlebte, indem sie sich stumm stellte, in die Landschaft Osteuropas, die von der Vernichtung der Juden und vom Humor der wenigen Überlebenden zeugt. Die Rückkehr endet auf den Straßen Wiens, wir befinden uns im Wahlkampfjahr Kurt Waldheims, wo der Antisemitismus erneut sein grässliches Antlitz zeigt.

PRESSE

Nein, das ist kein Dokumentarfilm, das ist ein lebendiges Werk, das die Filmkunst über ihre Gemeinsamkeiten mit der Poesie, der Erzählung, der Innenschau hinaushebt, indem es die subtilsten Ausdrucksmittel der Metapher und der Metonymie in den Dienst des Wunsches, zu bewahren, stellt.

(Hélène Cixous, 2006)

Nein, das ist kein Dokumentarfilm, das ist ein lebendiges Werk, das die Filmkunst über ihre Gemeinsamkeiten mit der Poesie, der Erzählung, der Innenschau hinaushebt, indem es die subtilsten Ausdrucksmittel der Metapher und der Metonymie in den Dienst des Wunsches, zu bewahren, stellt.

(Hélène Cixous, 2006)

Die papierene Brücke führt das Verhältnis zwischen Geschichte und Erinnerung vor, verweist auf den Akt (des Filmens), ohne ins Pornografische (der Selbstbespiegelung) abzugleiten, und kommentiert ganz nebenbei die Ereignisse des Jahres 1986. Der Film zeigt einige Minuten lang den Faschismus bei der Arbeit.


(Alexander Horwath, Falter)

Nein, das ist kein Dokumentarfilm, das ist ein lebendiges Werk, das die Filmkunst über ihre Gemeinsamkeiten mit der Poesie, der Erzählung, der Innenschau hinaushebt, indem es die subtilsten Ausdrucksmittel der Metapher und der Metonymie in den Dienst des Wunsches, zu bewahren, stellt.

(Hélène Cixous, 2006)

Die papierene Brücke führt das Verhältnis zwischen Geschichte und Erinnerung vor, verweist auf den Akt (des Filmens), ohne ins Pornografische (der Selbstbespiegelung) abzugleiten, und kommentiert ganz nebenbei die Ereignisse des Jahres 1986. Der Film zeigt einige Minuten lang den Faschismus bei der Arbeit.


(Alexander Horwath, Falter)

Eine Geschichte, wie man sie in keiner Bibliothek der Welt und keiner Wissenschaft findet, die man von den Eltern hört und mit der man heranwächst, bis zu dem Tag, an dem man selbst eine Erkundungsreise antritt, um zu eigenen Fragen passende Bilder zu finden.

(Goschka Gawlik, Filmlogbuch)

Nein, das ist kein Dokumentarfilm, das ist ein lebendiges Werk, das die Filmkunst über ihre Gemeinsamkeiten mit der Poesie, der Erzählung, der Innenschau hinaushebt, indem es die subtilsten Ausdrucksmittel der Metapher und der Metonymie in den Dienst des Wunsches, zu bewahren, stellt.

(Hélène Cixous, 2006)

Die papierene Brücke führt das Verhältnis zwischen Geschichte und Erinnerung vor, verweist auf den Akt (des Filmens), ohne ins Pornografische (der Selbstbespiegelung) abzugleiten, und kommentiert ganz nebenbei die Ereignisse des Jahres 1986. Der Film zeigt einige Minuten lang den Faschismus bei der Arbeit.


(Alexander Horwath, Falter)

Eine Geschichte, wie man sie in keiner Bibliothek der Welt und keiner Wissenschaft findet, die man von den Eltern hört und mit der man heranwächst, bis zu dem Tag, an dem man selbst eine Erkundungsreise antritt, um zu eigenen Fragen passende Bilder zu finden.

(Goschka Gawlik, Filmlogbuch)

GASTKOMMENTARE

Elfriede Jelinek

Was ich toll finde an diesem Film, ist, dass er etwas versucht, was eigentlich nicht möglich ist, nämlich ein individuelles Schicksal darzustellen innerhalb eines Volkes, das eigentlich keines mehr haben dürfte, angesichts dieses Hintergrundes, dieser wahnsinnigen Masse an Toten. Im Grunde kann man über Juden nicht als Individuen sprechen, sofort ist dieser riesige Totenteppich da. Und dieser Film versucht sozusagen, aus diesem Zwang zur Entindividualisierung wieder Einzelschicksale herauszuholen. Ohne Sentimentalität und ohne sie immer als Opfer zu definieren.

Cristina Nord

Der Vater, ein Mann aus Czernowitz, schließt sich der Roten Armee an, der Mutter glückt es, als Teenager nach Palästina zu entkommen, anderen ist das Glück versagt, sie werden in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. In diesem Sinne stellt Die papierene Brücke den Versuch dar, vergangene, von den Verwerfungen des zwanzigsten Jahrhunderts verursachte Bewegungen nachzuzeichnen. Fluchtrouten, Passagen, Orte, die Heimat waren und es längst nicht mehr sind.

So ist der Film eine Rekonstruktion, wenn auch eine, die sich ihrer eigenen Grenzen bewusst ist. Beckermann fahndet nach den letzten Spuren einer untergegangenen Welt, nach den Anteilen der Habsburgermonarchie, die tolerant, multireligiös und multikulturell waren, nach den Relikten jener Bukowina, in der Juden, Rumänen, Ruthenen, Deutsche und andere koexistieren konnten. Dieser Verlust löst noch Jahrzehnte später Phantomschmerzen aus.

Die papierene Brücke

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Nurith Aviv
Kamera
©
Claire Bailly du Bois
Kameraassistenz
©
Gertraud Luschützky
Montage

Buch und Regie Ruth Beckermann Kamera Nurith Aviv Kameraassistenz Claire Bailly du Bois Ton Josef Aichholzer, Reinhold Kaiser, Heinz Ebner Montage Gertraud Luschützky Textberatung Peter Stastny Mischung Othmar Eichinger Musik Arvo Pärt Produktionsleitung Josef Aichholzer Produktion Filmladen

Preise & Festivals

Berlinale- Forum

Berlin 1987

BFI - Int. Film Festival

London 1987

Int. Filmfestival

New York 1987

Staatspreis für Filmkunst

Wien 1987

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Es sollte auch um das Davor, das Danach, das Rundherum gehen. Deswegen haben wir die Kamera nie gleich abgeschaltet, weil das Interessante ja oft das ist, was nach dem – oberflächlich betrachtet – „Wichtigsten“ passiert.

Bei Die papierene Brücke hatte ich ganze Listen mit Wünschen, was passieren soll. Und dann gehen manche Wünsche in Erfüllung! Das Team ist mit einem Ford Transit und dem riesigen Equipment über Ungarn nach Rumänien gefahren, und in der ersten Einstellung, die wir dort gedreht haben, ist dieser Pferdewagen im Nebel. Das war ein Wunschbild von mir zu diesen Geschichten – und dann taucht es plötzlich auf der Straße vor dir auf: Stopp, stopp, stopp, Kamera herrichten! Wir haben das Stativ auf den Wagen getan, ich weiß nicht mehr wie – aber wenn das Wunschbild kommt, dann darfst du nicht zögern, du musst es nehmen. Was ich nicht mache: Ich schicke keine Aufnahmeleiter voraus, die mir einen Pferdewagen organisieren, das wär mir fad, das ist für mich nicht das Abenteuer des Dokumentarfilms.

Ruth Beckermann

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Über jüdische Identität