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Nach Jerusalem

( Österreich 1991, 82 min / Deutsch / Untertitel: Deutsch, Englisch )

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Was ist aus dem Traum von einer jüdischen Heimat geworden? Ein immer noch aktuelles dokumentarisches Roadmovie entlang der Straße von Tel Aviv nach Jerusalem. Lastwagen, Tankstellen, Bauarbeiter, Soldaten, russische Einwanderer, Taxichauffeure, Sicherheitswachen. Begegnungen auf nur 60 Kilometern Straße mit unterschiedlichen Landschaften und persönlichen Geschichten. Durch die Alltagsrealität klingt die jahrhundertealte Sehnsucht nach dem Jerusalem herüber, für die es jedoch keinen realen Ort zu finden gibt.

PRESSE

Die angespannte Situation im Lande fließt vor allem über eine sorgfältig montierte Tonspur in die Bilder ein. Im Hintergrund hört man manchmal Flugzeuge und Schüsse. Ein palästinensischer Tankwart meint, hier in dieser Einöde sehe man nichts von dem, was wirklich passiere.

(Claus Philipp, Der Standard)

Die angespannte Situation im Lande fließt vor allem über eine sorgfältig montierte Tonspur in die Bilder ein. Im Hintergrund hört man manchmal Flugzeuge und Schüsse. Ein palästinensischer Tankwart meint, hier in dieser Einöde sehe man nichts von dem, was wirklich passiere.

(Claus Philipp, Der Standard)

Ruth Beckermann entdeckt viel Fremdes im vermeintlich Vertrauten. Im Film sagt ein Palästinenser zu ihr: „Ich sehe mit meinen Augen, du siehst mit deinen. Nicht alle sehen das Gleiche.“

(Oliver Rein, 1999)

Die angespannte Situation im Lande fließt vor allem über eine sorgfältig montierte Tonspur in die Bilder ein. Im Hintergrund hört man manchmal Flugzeuge und Schüsse. Ein palästinensischer Tankwart meint, hier in dieser Einöde sehe man nichts von dem, was wirklich passiere.

(Claus Philipp, Der Standard)

Ruth Beckermann entdeckt viel Fremdes im vermeintlich Vertrauten. Im Film sagt ein Palästinenser zu ihr: „Ich sehe mit meinen Augen, du siehst mit deinen. Nicht alle sehen das Gleiche.“

(Oliver Rein, 1999)

Ruth Beckermanns Roadmovie nach Jerusalem geht durch die Zeiten und durch die Welten. In langen Einstellungen fängt sie das Unspektakuläre dichtgedrängt ein, sodass sich aus vermeintlichen Belanglosigkeiten, Off-Tönen, kleinen Gesprächen ein aussagekräftiges Gesamtbild von Israel anno 1990 ergibt.

(Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung)

Die angespannte Situation im Lande fließt vor allem über eine sorgfältig montierte Tonspur in die Bilder ein. Im Hintergrund hört man manchmal Flugzeuge und Schüsse. Ein palästinensischer Tankwart meint, hier in dieser Einöde sehe man nichts von dem, was wirklich passiere.

(Claus Philipp, Der Standard)

Ruth Beckermann entdeckt viel Fremdes im vermeintlich Vertrauten. Im Film sagt ein Palästinenser zu ihr: „Ich sehe mit meinen Augen, du siehst mit deinen. Nicht alle sehen das Gleiche.“

(Oliver Rein, 1999)

Ruth Beckermanns Roadmovie nach Jerusalem geht durch die Zeiten und durch die Welten. In langen Einstellungen fängt sie das Unspektakuläre dichtgedrängt ein, sodass sich aus vermeintlichen Belanglosigkeiten, Off-Tönen, kleinen Gesprächen ein aussagekräftiges Gesamtbild von Israel anno 1990 ergibt.

(Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung)

Die Filmemacherin lässt sich treiben und ist nicht entschlossen, ihre Vorurteile bestätigen zu lassen; sie beschließt, sich einfach umzusehen und zuzuhören, unabhängig davon, was passieren könnte.

(Stefan Grissemann, 1999)

GASTKOMMENTARE

Christa Blümlinger

Unterwegs nach Jerusalem eröffnen sich nicht nur vielfältige Landschaften, profane und religiöse Bauten, die in diesem Land oft von mehreren Seiten mythologisch besetzt sind, sondern auch unterschiedlichste Kulturen: Da sitzen in stoischer Ruhe Äthiopierinnen, deren mangelnde Fremdsprachenkenntnisse von ihren neuen Landsleuten befremdet wahrgenommen werden; da sind eben zugezogene russische Jüdinnen, die mit Überzeugung von der Stärke Israels erzählen.

Aus ihren Gesichtern spricht noch der Traum, den sie aus Osteuropa mitgenommen haben und an den Tschaikowskys Sérénade mélancolique als wiederkehrendes Motiv erinnert. Der Film muss unterwegs enden, weil der Sehnsuchtsort nicht mit dem realen Jerusalem übereinstimmen kann.

Bert Rebhandl

Aus der Beschäftigung mit „Zionismus als Utopie“ wurde 1990 der Reisefilm Nach Jerusalem. Das Land, das Ruth Beckermann dabei durchquert, kann man auch als eine Mazzesinsel bezeichnen, eine Szene in einer orthodoxen Bäckerei legt das ganz eindeutig nahe. Eine Frau, die aus der (damals noch) Sowjetunion eingewandert ist, zeigt sich überzeugt, „dass unser Staat gut sein wird“.

Für Beckermann, die 1970/71 nach der Matura ein Jahr lang in Tel Aviv studiert hatte, verbindet sich mit dieser Fahrt der Versuch, auf ihre Weise die Frage von Claude Lanzmann zu beantworten: „Warum Israel?“ Damit geht die persönliche Frage einher, warum sie selbst nicht in Israel lebt.

Nach Jerusalem

Team

©
Ruth Beckermann
Buch und Regie
©
Nurith Aviv
Kamera
©
Gertraud Luschützky
Montage
©

Buch und Regie Ruth Beckermann Kamera Nurith Aviv Kameraassistenz Claire Bailly du Bois Ton Jochai Mosche, Othmar Schmiederer Montage Gertraud Luschützky Mitarbeit Peter Stastny Mischung Johann Wiesinger Lichtbestimmung Stefan Rehák Sprecherin Niki Kunz Produktion Filmladen

Preise & Festivals

Berlinale

Berlin 1991

RDIM

Montréal 1991

Festival dei Popoli

Florenz 1991


Int. Film Festival

Jerusalem 1991

VON DER REGISSEURIN

Ruth Beckermann

Die Herausforderung war, einen politischen Film zu machen, der die eingefahrenen Erwartungen ignoriert. Es ging mir nicht darum, die Fernsehbilder vom Steinewerfen und Schießen und Knochenbrechen, die wir täglich ins Haus geliefert bekommen und die natürlich auch ein Ausschnitt der Wahrheit sind, zu reproduzieren. Man sieht in dem Film niemanden, der Steine wirft, doch man hört immer wieder Flugzeuge und Schüsse. Vor allem durch die Ohren dringt diese Anspannung ein ...

Am Anfang dieses Filmprojekts stand für mich die Kindheitserinnerung an die blauweiße Spendenbüchse einer zionistischen Organisation, die in unserer Küche stand. Einmal in der Woche warf ich den Rest meines Taschengeldes hinein, um meinen Beitrag zum Aufbau – Landkauf, Bäumepflanzen etc. – meines Israel zu leisten. Jetzt wollte ich mir ansehen, was man mit meinem Taschengeld gemacht hat.

Ruth Beckermann

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